Die Wahl der richtigen Therapieverfahren ist der Schlüssel zu einer schnellen Genesung. Wir bieten aus diesem Grund verschiedene Behandlungsmethoden an, die wir Ihnen auf diesen Seiten gerne vorstellen.
Unser Leistungsspektrum umfasst:
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Gießen(Einpflanzung künstlicher Zahnwurzeln)
Wurzelbehandlungen Gießen
Der Kieferknochen verwächst mit dem Zahnimplantat
Bei der Implantation handelt es sich um die Einpflanzung einer künstlichen Zahnwurzel in den ehemals zahntragenden Kieferanteil. Nach einer Einheilphase ist dieses Implantat absolut starr mit dem Kieferknochen verbunden und kann zur Befestigung von Kronen, Brücken oder auch von herausnehmbarem Zahnersatz herangezogen werden.
Gegenüber der konventionellen prothetischen Versorgung mit zahngetragenen Brücken oder herausnehmbarem Zahnersatz ist der Vorteil der Implantation, dass die künstliche Zahnwurzel den Kieferknochen funktionell belastet und dadurch der unter Brücken oder Prothesen zu verzeichnende Knochenabbau verhindert wird.
Außerdem ist eine Verletzung der natürlichen Bezahnung durch Beschleifen zur Aufnahme von Brückenkonstruktionen nicht nötig, wenn die fehlenden Zähne implantatgetragen ersetzt werden.
Implantologie Bah Hersfeld
Zahnimplantant mit Krone

Implantate Marburg Gießen
Endergebnis einer Einzelzahnversorgung
Je nach Situation (Knochenqualität, Knochenaufbau, etc.) werden die geschlossen unter der Mundschleimhaut einheilenden Implantate nach 3 bis 5 Monaten freigelegt und es kann die prothetische Versorgung durch den Hauszahnarzt erfolgen.
Bei dieser Vorgehensweise betrug die Mißerfolgsrate in meiner Praxis 1,7 Prozent (2005 - 2007). Nach einer prinzipiell auch möglichen Sofortversorgung unmittelbar im Anschluß an die Implantation ist nach dem derzeitigen Stand der Entwicklung mit einer deutlich höheren Mißerfolgsrate zu rechnen.
Kosten: Alle Materialien (Implantate, Implantatprothetikkomponenten, Membranen) werden von uns zum Einkaufspreis nach Abzug der für Sie ausgehandelten Rabatte (Großeinkauf)an Sie abgegeben. Nach der Untersuchung und dem Beratungsgespräch (Abrechnung über Ihre Krankenversicherung) erstellen wir einen individuellen Kostenvoranschlag (kostenpflichtig)für die Implantation und evt. Begleitleistungen (z.B.Kieferkammaufbau), Ihr Zahnarzt für die prothetische Versorgung auf den Implantaten.
Bitte berücksichtigen Sie bei einem Preisvergleich, dass wir im Gegensatz zu den meisten Kollegen grundsätzlich eine Modellimplantation durchführen. Das heißt, dass wir die Implantation an einem Gipsmodell Ihres Kiefers vorwegnehmen, damit die Implantatposition und Achsrichtung im Hinblick auf die prothetische Versorgung optimal festgelegt sind. Diese Planung wird mit einer Bohrschablone auf Ihren Kiefer übertragen. Unmittelbar vor der Implantation wird mit der eingegliederten Bohrschablone eine Panoramaröntgenaufnahme angefertigt, in der die geplante Implantatlage in Bezug auf benachbarte Strukturen (Zähne, Unterkiefernerv, Kieferhöhle) nachvollzogen werden kann und die mögliche Implantatlänge festgestellt wird. Dieses aufwändige Verfahren erhöht die Therapiesicherheit ganz erheblich.
Eine dreidimensionale Röntgenanalyse (DVT, CT) ist nur in seltenen Ausnahmefällen erforderlich, da wir stets unter Sicht arbeiten, so dass Ihnen die damit verbundene Strahlenbelastung und die zusätzlichen Kosten in aller Regel erspart werden können.


(bei Knochenschwund) Knochentransplantation
Parodontologie Bad Hersfeld
Kieferkammaufbau
Da ein Zahnverlust häufig Folge eines Entzündungsprozesses im Kieferknochen ist, der vom Zahnhalteapparat (Parodontitis ) oder dem infizierten Wurzelkanalsystem seinen Ausgang nimmt, liegen als Folge dieser Entzündungsprozesse nach der Zahnentfernung nicht selten mehr oder weniger große Kieferkammdefekte vor. Zudem stellt sich in unbezahnten Kieferkammabschnitten als Folge der fehlenden Belastung eine Inaktivitätsatrophie, also ein allmählicher Schwund des Kieferknochens ein.
Aus diesen Gründen ist im Zusammenhang mit der Implantation häufig der Aufbau von Kieferabschnitten insbesondere in der Breite aber gelegentlich auch in der Höhe notwendig. Diese Kieferkammaufbauten werden in meiner Praxis mittels der membrangesteuerten Knochenregeneration vorgenommen.
Dabei wird mit titanverstärkter Gore-Tex-Folie dort, wo der Knochen fehlt, ein Hohlraum geschaffen und durch die Membran aufrechterhalten. Der Körper füllt den geschaffenen Hohlraum mit neu gebildetem Knochengewebe aus, da die Membran eine Barrierefunktion hat und verhindert, dass weichgewebebildende Zellen in diesen Bereich einwandern. Die Einheilzeit beträgt 5 Monate, bei extremen Defekten bis zu 9 Monaten. Die Kieferkammrekonstruktion und die Implantation werden in aller Regel gleichzeitig vorgenommen.
Durch dieses Verfahren wird der Einsatz von Knochenersatzmaterialien und größeren Knochentransplantaten, insbesondere vom Beckenkamm, überflüssig. Das geschaffene Regenerat besteht vollkommen aus körpereigenem Knochen, der alle natürlichen Umbauprozesse entsprechend der funktionellen Belastung mitmacht und die Übertragung von Retroviren oder Prionen durch das Einbringen von Materialien anderer Spezies ist vollkommen ausgeschlossen. Auch die Entnahme größerer Knochenblöcke zum Beispiel vom Becken des Patienten, die in der Regel unter Vollnarkose und stationär erfolgen muss und häufig erhebliche Beschwerden über längere Zeiträume nach sich zieht, wird durch dieses Verfahren in fast allen Indikationen überflüssig gemacht.
beispielsweise Weisheitszähne
Weißheitszähne Gießen Bad Hersfeld
Da die Erbanlagen für die Zahnzahl, Zahngröße und Kiefergröße auf unterschiedlichen Genen lokalisiert sind, findet sich häufig ein Mißverhältnis zwischen dem Platzbedarf der bleibenden Zähne und dem Platzangebot des knöchernen Zahnbogens.
Daraus resultiert, dass am häufigsten die Zähne, die am spätesten in der Entwicklung in die Zahnreihe durchbrechen, relativ häufig an der Einstellung in die Kauebene gehindert werden, da ein Platzmangel besteht. Davon sind meistens die Weisheitszähne und die oberen Eckzähne betroffen.
Die Entfernung dieser Zähne erfolgt in der ganz überwiegenden Anzahl der Fälle unter Lokalanästhesie und ambulant.
Die prinzipiell in meiner Praxis auch mögliche Entfernung unter Vollnarkose (Facharzt für Anästhesiologie Dr. Hess) wird von den gesetzlichen Krankenkassen allerdings nur übernommen, wenn die Entfernung dieser Zähne aus zwingenden medizinischen Gründen unter Lokalanästhesie nicht möglich ist.
Weißheitszähne Marburg Wetzlar
Wurzelkanalspitze mit lädiertem Kieferknochen: Cyste

Wurzelbehandlungen Gießen
nach der Wurzelspitzenresektion: Rückbildung der Cyste, Neubildung von Knochenmasse
Zähne, die am häufigsten durch eine kariöse Läsion der Zahnkrone eine Infektion des Wurzelkanals erfahren haben, so dass der Zahnnerv abgestorben ist, werden vom Zahnarzt durch eine Wurzelkanalbehandlung, das heißt Reinigung, Desinfektion und Füllung der Wurzelkanäle behandelt. Wegen der oftmals sehr komplexen Wurzelkanalverhältnisse im Bereich der Wurzelspitzen der Zähne ist diese Wurzelkanalbehandlung, die durch eine Öffnung in der Zahnkrone erfolgt, nicht immer erfolgreich. Das heißt, aus dem Wurzelkanal dringen weiterhin Bakterien in das umgebende Knochengewebe des Kiefers ein und führen dort entweder zu akuten Beschwerden (Schmerzen, Schwellung) oder chronischen Läsionen im Kieferknochen (Granulom, Zyste). In dieser Situation kann eine Therapie durch Wurzelspitzenresektion erfolgen. Dabei wird nach Darstellung der Wurzelspitze des entsprechenden Zahnes diese abgetrennt, die Zahnwurzel also um etwa 3mm gekürzt, an der Trennfläche die Wurzelkanäle dargestellt, mit Ultraschall aufbereitet und mit einem gewebeverträglichen Füllungsmaterial abgedichtet. Diese retrograde Wurzelfüllung führe ich seit dem Jahre 2000 regelmäßig unter dem Operationsmikroskop bei 15-20 facher Vergrößerung durch, was die Darstellung und das Erkennen feinster Strukturen zuläßt und mit einer sehr viel höheren Therapiesicherheit verbunden ist als die Arbeit mit dem bloßen Auge oder der Lupenbrille. Bei erfolgreicher Abdichtung der Wurzelkanäle regenerieren Knochendefekte im Bereich der Wurzelspitze unabhängig von ihrer Größe spontan. Dieses wird als Erfolgskontrolle durch eine Röntgenkontrollaufnahme, die ein halbes Jahr nach Wurzelspitzenresektion erfolgen sollte, verifiziert.
Weißheitszähne
















Wurzelbehandlungen Wetzlar
Gesunde Zähne enthalten in ihrem Inneren das Zahnmark (Pulpa), welches unter anderem aus Blutgefäßen und Nerven besteht.
Bei einer tiefen Karies oder durch ein Trauma, wenn zum Beispiel bei einem Sturz ein großes Stück der Zahnkrone abbricht, können Bakterien ins Innere des Zahnes, also ins Zahnmark gelangen. Es kommt zu Entzündung des Zahnmarks. Wird die Ursache der Entzündung nicht adäquat oder schnell genug behandelt kommt es schließlich zu einem „Absterben des Zahnnervs“ und einer bakteriellen Besiedlung des Wurzelkanalsystems.
Die einzige Möglichkeit den „erkrankten“ Zahn zu erhalten ist eine Wurzelkanalbehandlung. Bei einer Wurzelkanalbehandlung wird das erkrankte und mit Bakterien infizierte Pulpagewebe/Zahnmark vollständig entfernt, das Kanalsystem desinfiziert und anschließend mit einem Füllmaterial abgedichtet.
Um die in der Regel sehr feinen verästelten Wurzelkanäle sicher zu bearbeiten, ist eine gute Sicht nicht nur hilfreich, sondern in der modernen Endodontie unerlässlich. Mit dem bloßen Auge sind die feinen Eingänge zu den Kanälen oftmals nicht zu erkennen.
Zur besseren Vorstellung der Größenverhältnisse: Die „Nervenkammer“ in einer Krone eines oberen Backenzahnes ist etwa 4 x 4mm groß. Aus dieser „Nervenkammer“ gehen in der Regel 4, in Ausnahmefällen aber auch 3, 5 oder sogar 6 Kanäle ab. Diese Kanäle sind etwa 18mm lang und haben nicht selten einen Durchmesser unter 0,1mm. Diese Kanäle können stark gekrümmt, verästelt oder abschnittsweise sogar komplett verschlossen sein
Verlässt man sich nur auf das Fingerspitzengefühl, bleiben viele Kanäle und Nischen im Verborgenen. Die dort verbliebenen Bakterien können zu einem erneuten Aufflammen der Entzündung auch Jahre nach der Behandlung führen.
Nur 39% der in Deutschland herkömmlich (vor allem ohne Operationsmikroskop) durchgeführten Wurzelkanalbehandlungen sind erfolgreich, und nur 12% der durchgeführten Behandlungen zeigen ein Ergebnis, welches den Anforderungen der ESE (European Society of Endodontology) entspricht.
Moderne Operationsmikroskope, die mit einer ausgeklügelten Optik (bis 35-fache Vergrößerung) ausgestattet sind, lassen uns heute nicht mehr "im Dunkeln" arbeiten. Dabei spielt nicht nur die starke Vergrößerung eine wichtige Rolle, sondern auch die mit einem Operationsmikroskop mögliche optimale Ausleuchtung. Modernstes Xenonlicht erlaubt uns eine optimale Ausleuchtung des Zahninneren. Bei geraden Wurzelkanälen ist es sogar möglich bis in die Wurzelspitzen feinste Strukturen mit 35-facher Vergrößerung zu erkennen.
Zielsicher und kontrolliert können wir auch schwierige Verästelungen behandeln. Auch Problemfälle, wie Perforationen (Löcher) in der Wurzelkanalwand oder abgebrochene Instrumente im Wurzelkanal sind mit Hilfe des OP-Mikroskop’s meist zu lösen.
Nur was man sieht kann man auch kontrolliert behandeln


Revision einer Wurzelkanalbehandlung
Unter einer Wurzelkanalrevision versteht man die Entfernung und Erneuerung einer vorhandenen Wurzelfüllung.
Die Revision einer Wurzelfüllung ist vor allem dann notwendig wenn bei bereits wurzelkanalbehandelten Zähnen „wieder“ oder „immer noch“ Beschwerden auftreten oder eine entzündliche Veränderung auf einem Röntgenbild diagnostiziert wird.
Die Beschwerden können hierbei sehr vielfältig sein. Schmerzen, „Pochen“, Fisteln, die meist als „kleine Eiterpickelchen“ am Zahnfleisch von den Patienten wahrgenommen werden bis hin zu starken Schwellungen durch Eiterung können eindeutige Zeichen einer Erkrankung sein. Es gibt jedoch auch symptomlose Fälle, die nicht selten zufällig als Nebenbefunde diagnostiziert werden.
Ursachen für den Misserfolg einer Wurzelkanalbehandlung
- Verbleiben von Bakterien und Mikroorganismen
  im Kanalsystem
- Unbehandelte Wurzelkanäle und
  Wurzelkanalabschnitte
- Erneute Infektion des Kanalsystems
  durch undichte Kronen oder Füllungen
- Instrumentbruch im Wurzelkanal


Entfernung von frakturierten (abgebrochenen) Instrumenten aus Wurzelkanälen
Ist die Ursache für den Misserfolg einer Wurzelkanalbehandlung ein abgebrochenes und im Wurzelkanal verbliebenes Instrument, so ist es oft möglich dieses Instrument mit Hilfe des Operationsmikroskops und speziellen Ultraschallinstrumenten zu entfernen. Die Möglichkeit, ein frakturiertes Instrument sicher zu entfernen, wird hauptsächlich durch die Morphologie des Zahnes, die Lage des Instruments im Wurzelkanal   und die Art des Instruments beeinflusst. Diese Behandlungen können unter Umständen sehr zeitintensiv sein.


Vorteile der mikroskopischen Endodontie
- eliminiert minimalinvasiv die Ursache
  der Erkrankung (Bakterien im Kanalsystem)
- kein chirurgischer Eingriff
- Folgekosten für ein Implantat oder
  eine Brücke zum Ersatz des Zahnes können entfallen

Wie bei jeder medizinischen Behandlung kann niemand einen hundertprozentigen Erfolg garantieren. Durch die moderne Endodontie, den Einsatz des Dentalmikroskops, spezielle Ultraschallinstrumente und moderne Abfülltechniken ist es heute möglich Zähne zu retten, die noch vor einigen Jahren hätten entfernt werden müssen.
Eine derart aufwendige Behandlung zum Erhalt Ihres Zahnes erfordert allerdings viel Zeit, Sorgfalt, Fachkenntnis und das richtige Equipment. Behandlungen dieser Art sind sehr kostenintensiv und liegen daher außerhalb der Regelleistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Hierin ist begründet, dass die Berechnung dieser Behandlung nur auf Basis der privaten Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) erfolgen kann.
Hinweis für Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung
Für gesetzlich versicherte Patienten entstehen im Rahmen der Behandlung Kosten für Leistungen, die die gesetzliche Krankenkasse nicht trägt. Gern unterbreiten wir Ihnen ein individuelles Angebot. Bitte vereinbaren Sie einen Termin für ein ausführliches und unverbindliches Beratungsgespräch.
Wurzelbehandlungen Gießen(vorbereitend für eine Implantation)
Wurzelbehandlungen Bad Hersfeld
Parodontose
Parodontitistherapie

Was ist eine Zahnfleischentzündung und wann ist sie behandlungsbedürftig?

Eine Zahnfleischentzündung kann in unterschiedlichen Formen und Ausprägungsgraden auftreten. Unterschieden werden zunächst die Gingivitis und die Parodontitis.

Gingivitis

Eine Gingivitis ist eine Entzündung des Zahnfleischsaumes ohne Verlust des Zahnhalteapparates. Die Gingivitis wird meist durch Plaque (bakterieller Zahnbelag) hervorgerufen, kann jedoch durch andere Einflüsse wie z.B. bestimmte Erkrankungen, bestimmte Medikamente und hormonelle Veränderungen (Schwangerschaft) verstärkt werden.

Parodontitis

Eine Parodontitis ist eine Entzündung des Zahnfleischsaumes und des Zahnhalteapparates. Es kommt zu einem Abbau der Haltefasern des Zahnes und des umgebenen Knochens. Durch den Knochenabbau zieht sich ebenfalls das Zahnfleisch zurück, die Zähne können länger aussehen und sich lockern. Eine Parodontitis kann zum Zahnverlust führen. Genau wie bei der Gingivitis stellt Plaque (bakterieller Zahnbelag) eine Hauptursache dar. Sie kann jedoch auch in Zusammenhang mit bestimmten Systemerkrankungen stehen. Bei manchen Patienten wird die Erkrankung durch eine genetische Veranlagung verstärkt.
Die häufigsten Formen sind die chronische und die aggressive Parodontitis.

Wie erkenne ich eine Zahnfleischerkrankung?

Zahnfleischbluten, Zahnfleischrückgang, Zahnlockerungen und Mundgeruch können ein Anhalt für eine Zahnfleischerkrankung sein. Sie sollten Ihren Zahnarzt aufsuchen und sich untersuchen lassen. Die Symptome können aber auch andere Ursachen haben und bedeuten nicht zwangsläufig, dass Sie an einer Gingivitis oder Parodontitis leiden.

Zahnfleischuntersuchung

Bei jedem Patienten der sich in unserer Praxis vorstellt wird eine Untersuchung der Mundschleimhaut durchgeführt. Die Untersuchung umfasst die Inspektion der Mundschleimhaut (Wangen, Zunge, Lippen, Zahnfleisch) und eine Sondierung des Zahnfleischrandes mit einer speziellen Parodontalsonde. Ein Screening Befund (Parodontaler Screening Index) wird erhoben. Je nach Befund empfehlen wir eine Verbesserung der Mundhygiene, eine professionelle Zahnreinigung durch den Hauszahnarzt, eine Parodontitistherapie oder keine Therapie. Bei Veränderungen der Mundschleimhaut wird gegebenenfalls die Entnahme einer Gewebeprobe angeraten.

Systematische Parodontitistherapie

Wird bei der Zahnfleischuntersuchung eine Parodontitis diagnostiziert empfehlen wir eine Parodontitistherapie. Diese wird in der Regel von Ihrem Hauszahnarzt durchgeführt. Der Hauszahnarzt kann Sie gerne an uns überweisen. Wir übernehmen dann nach Absprache mit dem Hauszahnarzt die gesamte Therapie oder alternativ nur die chirurgischen Behandlungsabschnitte der Parodontitistherapie.

Behandlungsablauf  

Eine Systematische Parodontitistherapie umfasst verschiedene Maßnahmen die über mehrere Monate hinweg durchgeführt werden. Behandlungsziel ist die langfristige Entzündungsfreiheit des Zahnfleisches.

1) Eingangsuntersuchung und Aufklärungsgespräch (Sitzungen: 1) Zahnfleischuntersuchung
Ausfüllen eines speziellen parodontalen
                Anamnesebogens
eventuell Anfertigung von Röntgenbildern
                Feststellung des individuellen
                Behandlungsbedarfs
Festlegung eines vorläufigen Therapieplanes
evtl. Überweisung an den Hauszahnarzt zur
                Korrektur alter Füllungen, Kronen und
                Brücken
        Kostenaufklärung

2) Vorbehandlung (Sitzungen: 3)

Kontrolle der Mundhygiene, Dokumentation
Feststellung individueller Hygienemängel
Mundhygieneinstruktionen/ Demonstrationen
Zahnreinigung oberhalb des
                Zahnfleischrandes
Aufnahme eines Parodontalstatus
                (Dokumentation von Zahnfleischtaschen,
                Zahnfleischrückgang,
Zahnfleischblutung, Zahnlockerungen, etc.)
        Bakterientest (nur bei Bedarf)
        Ggf. Kassenantrag
        Evtl. Zahnentfernungen

3) Reinigung der Zahnfleischtaschen „Parodontitistherapie“
(Sitzungen: 1-2)

Entfernung aller Beläge auf den
                Wurzeloberflächen unterhalb des
                Zahnfleischrandes („subgingivales Scaling“)
lokale Betäubung
konservativ, d.H. keine Operation
Medikamente: ggf. Antibiotikaeinnahme
                (je nach Bakterientest-Befund)
Mundspüllösung (Chlorhexidin)
Zungenbürste mit Chlorhexidin-Gel
Kontrolltermin nach 1 Woche

4) Reevaluation (Sitzungen: 1)

6-8 Wochen nach dem „subgingivalen Scaling“
Kontrolle der Mundhygiene
                Remotivation zur Mundhygiene
Zahnreinigung oberhalb des Zahnfleisch-
                randes
Aufnahme eines Parodontalstatus            
                (Dokumentation von Zahnfleischtaschen,
                Zahnfleischrückgang, der
Zahnfleischblutung, Zahnlockerungen, etc.)
                Vergleich der Befunde
        Bakterientest (nur bei Bedarf)
        Besprechung der weiterführenden Therapie  
                (erneutes subgingivales Scaling, operative
                Therapie oder unterstützende
                Parodontaltherapie (Recall))
        Kosten

5) operative Parodontitistherapie (Sitzungen: unterschiedlich)

Je nach Befund der Reevaluation kann ein operatives Vorgehen indiziert sein.

5.1) Lappenoperation

Bei fortbestehenden tiefen Zahnfleischtaschen kann es notwendig
sein diese unter direkter Sicht „offen“ zu behandeln. Dazu ist es notwendig einen kleinen Schnitt am Zahnfleischrand anzulegen und das Zahnfleisch für den Zeitraum der Behandlung abzuhalten. Zur besseren Einsicht kann hier eine Lupenbrille oder ein Operationsmikroskop zum Einsatz kommen. Nach abgeschlossener Therapie wird das Zahnfleisch wieder in der ursprünglichen Position mit Nähten fixiert. Die Nahtentfernung erfolgt eine Woche später.

5.2) Resektive Therapie

in einigen Fällen kann es notwendig sein überschüssiges Zahnfleisch zu entfernen (insbesondere nach längerer Einnahme bestimmter Medikamente). Je nach Ausprägung muss das Zahnfleisch anschließend mit einer Naht fixiert werden. Die Nahtentfernung erfolgt eine Woche später.

5.3) Gesteuerte Geweberegeneration (GTR)

Die Entfernung der Zahnbeläge und des Entzündungsgewebes aus den Zahnfleischtaschen stellt zwar in der Regel entzündungsfreie Verhältnisse her, regt den Körper jedoch nicht zur Regeneration eines neuen Zahnhalteapperates an.
Es gibt unterschiedliche Verfahren zur Wiederherstellung des Zahnhalteapparates.
In unserer Praxis wird in der Regel eine resorbierbare synthetische Membran zur regenerativen Therapie verwendet.   Durch die Abdeckung der Knochentasche wird das Weichgewebe abgehalten. Die Knochenzellen haben somit genügend Zeit die Tasche zu verschließen (siehe auch „Kieferkammrekonstruktion“). Bei größeren Defekten kann es notwendig sein den Defekt zunächst mit körpereigenem Knochen aufzufüllen. Der körpereigene Knochen verhindert, dass die Membran in den Defekt kollabiert und enthält zusätzlich Knochenzellen, die die Regeneration unterstützen. Der Knochen wird lokal an dem zu operiererenden Zahn oder vom Unterkiefer entnommen. Zur Entnahme werden Schabeinstumente oder ein Trepan verwendet. Zur Befestigung der Membran verwenden wir kleine Titan-Nägelchen, die entweder belassen werden oder auf Wunsch wieder entfernt werden. Der OP-Bereich wird mit einer Naht verschlossen. Die Nahtentfernung erfolgt eine Woche später. Zur Unterstützung der Wundheilung und um Wundinfektionen zu vermeiden, verschreiben wir spezielle Mundspüllösungen und eventuell Antibiotika.

6) Unterstützende Parodontaltherapie (UPT)

Die Sicherung des dauerhaften Erfolges einer Parodontitistherapie ist nur bei konsequenter und guter Mitarbeit des Patienten zu erwarten. Eine regelmäßige Nachsorge ist für die Remotivation äußerst wichtig. Entzündete Zahnfleischtaschen können schnell erkannt und nachbehandelt werden (Rezidivbehandlung). Die UPT umfasst die-selben Behandlungsschritte wie die Vorbehandlung. Nach einer systematischen Parodontitistherapie sollte zunächst alle 3 Monate ein Recall erfolgen.

7) Alternativen zur Systematischen Parodontitisherapie  

Bei einer Parodontitis gibt es keine alternative Behandlung. Wird die Parodontitis nicht behandelt muss mit einem Fortbestehen und Fortschreiten der Erkrankung sowie konsekutivem Zahnverlust gerechnet werden.

8) Bakterientest (DNS-Sondentest)

Subgingivale bakterielle Beläge sind Hauptverursacher der Parodontitis. 20 von etwa 500 in der Mundhöhle vorkommenden Bakterien werden als parodontalpathogene Bakterien eingestuft. Die Bakterien organisieren sich auf der Wurzeloberfläche in einer Matrix, welche sie vor äußeren Einflüssen schützt. Bei der Parodontitistherapie werden die bakteriellen Beläge abgelöst und die Matrix zerstört. Die abgelösten Bakterien sind nun ungeschützt gegenüber äußeren Einflüssen und reagieren somit empfindlich auf bestimmte Antibiotika.
Bei bestimmten parodontalen Erkrankungsformen wird eine unterstützende Einnahme von Antibiotika empfohlen. Mit Papierspitzen werden Proben aus den Zahnfleischtaschen entnommen und in einem Labor auf parodontalpathogene Keime untersucht. Nach vorliegendem Untersuchungergebnis werden   auf das Bakterienspektrum abgestimmte Antibiotka verordnet.



Lippenbändchen- und Zungenbändchen-Kürzung

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